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Werkstattspiele ("Berlin Kalabash")

Diese Spezialseite widmet sich einer besonderen Technologie der Herstellung spezieller Kalabashsysteme ("Berlin-Kalabash"), die sich auf meiner Seite finden lassen

1. Was ist ein "Kalabash" ?

Ursprüngleich wurde in einen abgesägten Kürbis ("Kalabasse") ein Meerschaumeinsatz eingebracht, der zentrisch gebohrt am oberen Ende der Kalabassen-Hülle eingepasst wurde und demzufolge unter sich einen relativ grossen Hohlraum übrig liess, in dem der Rauch abkühlen und Kondensat abgeben kann.

In folgendem Bild erklärt sich das Prinzip fast wie von selbst:

2. Es folgen einige Varianten des "Berlin-Kalabash" -Systems

2a. Variante "Bruyereeinsatz in anderen geeigneten Hölzern"

In diesem Fall wird Eichenholz für die Hülle (also anstelle des Kalabash-Kürbisses) genutzt. Die selbstgemachte Erfahrung zeigt, dass sich Eichenholz (ausser Mooreiche) nicht als Brennraum eignet, aber als Holm z.B. sehr wohl, denn es ist sehr saugfähig und gibt einen guten, herben Eigengeschmack an den feuchten, heissen Rauch ab.

Zunächst wird die "Hülle" hergestellt und der Einsatz (Bruyere) auf Mass gedreht

Dann wird der Einsatz oben eingeklebt

In diesem Fall wurde noch eine Applikation aus Bernstein/Berlin Cumberland um den überstehenden Rand des Einsatzes montiert

Vorbereitung des Mundstücks

Verschleifen, grundieren, anpassen

fast fertig, es fehlt noch Einrauchpaste und Politur

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Hier die fertige Pfeife, die auch HIER zu finden ist

2b. Variante "Bruyereeinsatz in regenerierten Pfeifen " (Eglund-Phoenix-Kalabash)

Eine uralte, aber gut eingerauchte und unbeschädigte Pfanne war in diesem Fall Grundlage eines Kalabash's

Als Einsatz dient ein kleinvolumiger neuer Systempfeifenkopf

Zum Ausschaben des unteren ehemaligen Tabakraumes (später unterhalb des Einsatzes)

Bohrer mit HM-Klingen, in diesem Fall 30 mm Durchmesser

speziell hergerichtetes Futter der Dreh-/Drechselbank

Einspannen den Kopfes

Ausmessen der möglichen Tiefe der parallelwandigen 30-mm-Bohrung

Bohrung erfolgte, unten sieht man Reste des alten Rauchraumes

diese Reste werden ausgeschabt, später sandgestrahlt

Dann wird der obere Kopfrand plangedreht

Der Rauchkanal wird auf 6-8 mm vergrössert, um besser reinigen zu können und um am (ausgeschabten und vergrösserten) Boden des alten Rauchraumes anzukommen

Gut zu sehen: Grosser Rauchkanal bündig zum Boden

Die Pfeife wird komplett sandgestrahlt , insbesondere auch innen

Das Mundstück wird ebenfalls leicht gestrahlt, auch am und im Biss

Dann wird der Einsatz auf Aussenmass gedreht

Die Passung wird überprüft

In diesem Fall habe ich noch ein kleines zweites Loch gebohrt, was der besseren Wärmeverteilung dient und auch dann von Nutzen ist, wenn durch zu festes Stopfen der Zug nicht funktioniert. Eins von beiden Löchern zieht immer... (selbst oft ausprobiert). Die Löcher sind 3 mm im Durchmesser.

Der Einsatz wird eingeklebt.

Ich benutze einen hochwärmefesten Kleber, der bei 100 Grad tempereiert wrd und danach bis zu 400 Grad wärmefest ist

Der Kopf steckt im Umluftofen, der Kleber muss nach unten fliessen

In der Zwischenzeit wird das sandgestrahlte Mundstück regeneriert

Ich mache das mit Nassschleifpapier 300'er-800'er unter Wasser

Dann polieren, in der Zwischenzeit bist der Kopf austemperiert

Hochwärmefeste Verbindung

Kopf und Einsatz werden angedreht

Überstand wird abgesägt,

der Kopfrand gleich iun der Maschine verschliffen.

Dann färben, grundieren, temperieren....polieren usw.

Fertiger Kopf

Fertiger "Berlin-Calabash"