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Über Nils Thomsen

        Ecken und Kanten sind bei klassischen Pfeifen verpönt, der Berliner Pfeifenmacher Nils Thomsen als Person jedoch leistet sich diese Eigenschaften – Ecken und Kanten, gepaart mit Kreativität.
      Ehemaliger Major der ostdeutschen NVA klingt zunächst einmal ernüchternd, ja fast schon einschüchternd. Dies ist jedoch nur ein Aspekt des vielschichtigen Charakters und bewegten Lebens von Nils Thomsen Militärische Loyalität gehörte dazu, dennoch gab und gibt es immer ein individualistisches Grundgerüst, welches Thomsen dazu brachte, sich vom blinden Gehorsam oder ausgetretenen Wegen zu lösen.
    Nils Thomsen ist niemand, der Konflikten aus dem Weg geht. Aus diesem Grund waren seine Tage Ende der 80er Jahre bei der Armee gezählt, als sein Gewissen und die weltpolitischen Veränderungen eine klare Stellungnahme von ihm als Hörer an der Militärakademie und späteren höheren Kommandeur verlangten. Während dieser Umbruchszeit trafen die Theorien von Clausewitz und Gorbatschow aufeinander, das war der Wendepunkt in Thomsens Leben. Clausewitz definierte Krieg als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Gorbatschow interpretierte diese Aussage neu und hinterfragte, ob Krieg als Fortsetzung und Mittel der Politik noch Sinn mache, wenn er mit Atomwaffen geführt wird. Nils Thomsen griff diese Thematik in einem philosophischen Essay auf, wohl wissend, dass dies seine Militärkarriere beenden könnte. So jedenfalls war es dann letztendlich.
  Die Wendezeit holte Thomsen schneller ein als erwartet. Mit dem historischen Mauerfall stand er wie viele andere vor den Trümmern des gescheiterten DDR-Systems, aber Nils Thomsen nutzte die Chance eines Neuanfangs. Er besann sich auf seine Hobbys und seine zivile Qualifikation als Ingenieurökonom. Das Handwerkliche und der Umgang mit Holz hatten ihm schon immer im Blut gelegen, da schien es konsequent, einen kleinen kunsthandwerklichen Tischlerei-Betrieb aufzubauen, der sich zunächst auf Holzeinrichtungen und Fassadenverkleidung spezialisierte und ab und zu auch das Herstellen eines Pfeifchens in der Tischlerei zum Ausgleich ermöglichte. Die Zeit und die Qualität der Arbeit ließ die Firma schnell wachsen bald beschäftigte Thomsen mehr als 100 Mitarbeiter, doch bei all dem beruflichen Erfolg kamen Familie, Freunde und die Gesundheit zu kurz.

2001 zwang eine ernste Erkrankung Thomsen zum Umdenken. Er besann sich auf sein Hobby des Pfeifenbaus. Das Glück meinte es gut mit ihm, denn zu jener Zeit stand „sein“ Tabakgeschäft zum Verkauf und Nils Thomsen ergriff einmal mehr die Chance für einen neuen Lebensabschnitt...einiges mehr dazu unter http://www.nils-thomsen.de