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Über Design

 

Pfeifendesigns - allgemein

Grundsätzlich werden Plateauhölzer verwendet, auf der Drehbank gebohrt und an der Schleifscheibe geformt. Die Hölzer werden nicht nur wie üblich gerade, sondern auch quer oder diagonal angeschnitten, um den Maserungsverlauf der fertigen Pfeife zu beeinflussen. nachz dem Trockenschliff wird grundsätzlich nass geschliffen, um feiner und offenporiger arbeiten zu können. Danach wird bis zu dreimal Kontrastbeize aufgetragen und verschliffen, grundiert und wieder nass geglättet. Nach der Farbgebung wird wieder grundiert und mit Schleiföl geglättet, dann abpoliert und in der Regel mit Ballenauftrag mehrfach Schellack aufpoliert, jedesmal mit Schleiföl Zwischengeschliffen. Nach der dann erfolgenden Feinpolitur wird mit Carnaubawachs hochglanzpoliert. Auf Wunsch werden auch wachsgehärtete ("oilcuring") Pfeifen hergestellt oder mit Leinöl oder Bienenwachs gearbeitet. Eine eigene Sandstrahlanlage wird eingesetzt, auch Rustizierungen mit der Hand oder speziellen Maschinen oder Graviereinrichtung sind möglich. Ebenfalls kommen Bürsten zur Oberflächengestaltung zum Einsatz. Die Bohrungen sind rund und leicht konisch, gern werden auch ovale Bohrungen ("Frackpfeife") verwendet, die dann sehr konisch angefertigt werden, um die Pfeife unten dickwandiger zu halten.

Als Kontrastbeize werden in der Regel Alkoholische Beizen braun oder schwarz, als Endfarben gern wässrige Beizen in verschiedenen Brauntönen, gern auch orangebraun, angewendet. Naturbelassene Pfeifen werden gelegentlich gebleicht oder erhalten ihre Endfarbe (sattes Braun) durch das Oilcuring.

Es werden mannigfaltige Applikationsmaterialien oder Tauschierungen verwendet, gerne Büffelhorn, Bein, Parakautschuk, Cumberland, Bernstein, Silber , Messing, Duraluminium, Teflon, Bambus, Acrylgemische, Elfenbein und viele Edelhözer. Oft werden die filigranen Holme mit eingesetzten Hülsen aus Teflon oderParakautschuck im Zapfenbereich vor Ausbrechen geschützt. Die Applikationen finden sich am Holm, aber auch als Tauschierungen im Kopfbereich. Die Silberarbeiten mittels Hartlötungen und ähnliches sind Bestandteil der Arbeit.

Die Mundstücke werden aus Parakautschuk, Cumberland oder Acryl, Bernstein, Horn oder Bein hergestellt, wobei auch Kombinationen möglich sind. Speziell werden Materialien wie "Berlin Cumberland" oder "AcrylBernstein" als Plattenware oder Stangen selbst hergestellt und dann handgeschnitten/geschliffen. Die Zapfen bestehen aus Teflon hart oder weich, oft stabilisiert mittels Metalleinschub bei sehr dünnen Zapfen. Gern werden Stecker konisch aus Parakautschuck oder verschiedenen Metallen hergestellt.

Ich kombiniere gern Edelhölzer mit Acryl oder Cumberland zur Anfertigung von Mundstücken.

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ovale Bohrungen und sehr flache Pfeifen

Durch spezielle Bohrverfahren sind die ovalen Bohrungen allseitig konisch und treffen sich mit der Zuglochbohrung in einem Punkt. Die seitliche Bohrungsbreite liegt zwischen 12-15 mm, was bei oberen Wandstärken von 5-7 mm Kopfbreiten ab 22 mm ermöglicht. Durch die konische Ausführung liegt die untere Wandstärke dann bei 8-10 mm, was durchaus ausreichend ist. Die Länge der Bohrung kann 25 bis 50 mm betragen, die resultierenden Köpfe sind elegant und sehr leicht, das Anzünden des Tabaks ist sehr bequem durch Hinundherbewegen der Flamme in Längsrichtung. Designerisch angenehm, ist der Umstand, dass die Birdseyes beim Crossgrain an beiden Seiten der Pfeife sehr ausgeprägt auf grosser Fläche auftreten. (siehe erste Abbildung)

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Mundstücke

aus "Berlin Cumberland"

Das Material ist acrylbasiert mit einigen Zusätzen und Füllstoffen grundsätzlich nach der Cumberland-Technologie hergestellt. Es ist weicher im Biss als Acryl und läuft nicht an wie Parakautschuk und Cumberland. Es lässt sich gut Biegen und Reparaturen sind problemlos möglich. Die Farbzusammenstellung ist beliebig möglich und lässt sich an die Farbkombination der Kontrast- und Endfarbe der Pfeife anpassen. Die Mundstücke werden aus dem fertigen Material mit der Hand geschnitten und geschliffen. Die Zapfen werden grundsätzlich an das Material angesetzt und sind in der Regel aus Teflon.

Beispiele unten:

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Berliner Kollegiumspfeife (NTP-K)

Die Berliner Kollegiumspfeife wurde 2003 entwickelt und in vielen verschiedenen Varianten gefertigt. Die Form ist prinzipiell immer gleich, die Oberflächen und Farben sowie die Applikationen variieren. Die Pfeife wird mit und ohne Filter als auch mit unterschiedlichen Mundstücklängen und - materialien hergestellt.

Der Kopf ist oval mittelgross und dezentral gebohrt, der Holm befindet sich links. Die Pfeife steht und kann gut graviert werden. Mittlerweile ist die Pfeife gut bekannt, es wurden über 160 Stück davon hergestellt und verkauft. Die Bezeichnung ist NTP-K mit fortlaufender Numerierung.

Beispiele unten:

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"Berlin Shell"

Die "Berlin Shell" (Freehand).

Diese spezielle Pfeife wurde 2005 entwickelt und im Geschmacksmusterregister der BRD AZ 40502430.4 eingetragen (sehen Sie bitte unten):

Durch das schräge Anschneiden der Blöcke und den speziellen Schliff entsteht eine ausdrucksvoll gemaserte und elegante oder auch kompakte Pfeife, die mit und ohne Filter, in der Regel glatt poliert, hergestellt wird. Sie ist beidhändig bestens geeignet. Einige von den Pfeifen werden auf einem speziellen, dazugehörigen Stander ("Stiftständer") montiert.

Beispiele unten:

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